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Und da jeder Rabauke auch starke, und jede Elfe auch sanfte  Eltern braucht, gibt es hier auch viele Inspirationen und Ideen aus meinem Mary Poppins Koffer.


Seit Jahrhunderten heilen unsere Vorfahren mit Wickeln und mich hat es jetzt gerade auch mal wieder am Wickel:-) Anthroposophische Ärzte arbeiten sehr gern mit dem Ingwerwickeln. Ich habe mich entschieden diese Ingwerkur für eine Woche zu starten. Meine Energie fühlte sich stellenweise ungefähr so an wie eingelegte Socken. Da ich ja nun doch so einige junge Vibes um mich habe, (das Fellknäul mit dem Jagdtrieb eingeschlossen) die jeden Tag vehement nach Antwort drängt! Notfalls mit allen Mitteln, und ja, ich meine ALLE mittel die so ein beginnender Teenager so an der Hand hat. Mein Seepferdchen ist da sehr innovativ.

Und so lege ich mir jeden Morgen eine Stunde des Tages zur Seite, um in Ruhe in meine Wolldecke eingemummelt zu sein. Ich bin heute an Tag 4 und spüre meine Nieren den ganzen Tag über. Als ob sie mir danken wollen für so viel Zuwendung!

Denn darum gehts: Mit heißem Wasser aus gemahlenem Ingwer eine Paste anrühren. Diese wird dann in Mulltuch gestrichen, das Mulltuch wird so gefaltet, dass die Paste darin verschwindet. Jetzt wird das Mulltuch so auf die Nieren gelegt, dass sie gut bedeckt sind. Die Paste sollte so warm wie möglich sein. Da ich keine empfindliche Haut habe vertrage ich das gut. Wenn Du unsicher bist empfiehlt es sich, erstmal an einer kleinen Stelle am Körper zu schauen ob es Dir wohltut.

Nach dem Mulltuch kommt eine Lage von Leinenstoff und dann wickelst Du Dich in einer Wolldecke ein. 30 Minuten hast Du jetzt Zeit Deinen Gedanken nachzuhängen, Atemübungen zu machen oder einfach die Aussicht zu genießen. Das geht natürlich auch ohne Aussicht, vielleicht mit Deiner Lieblingsplatzbox? Von der habe ich an anderer Stelle schon berichtet:-)


Nach 30 Minuten nimmst Du das Mulltuch und das Leinentuch raus und wickelst Dich wieder in Deine Wolldecke, nun darfst Du nochmal nachspüren. 30 Minuten nur für Dich und Deine neue Energie. Wenn Du es noch intensiver haben möchtest kannst Du jetzt eine Anthroposophische Meditation dazu machen. Hier versuchst Du Deine Gedanken um den Wickel ( in diesem Fall) zu schulen. Du kannst Dir dazu fragen stellen wie: Wer hat den ersten Wickel erfunden? Mit welchen Heilkräutern haben Menschen begonnen Wickel herzustellen? Welches Material braucht man dazu? Wie stelle ich das Material dazu her? Wer hat es hergestellt? Welchen Weg hat das Material hinter sich?

Wenn Du lieber einfach bei Dir bleiben möchtest, dann tust Du das! Es ist Deine Zeit, Dein Moment und Deine Kraftreserven die hier wieder aufgefüllt werden!


Wenn Du Majoran und Lavendel im Garten hast, dann setze Dir gern schonmal ein Öl dazu an. Dazu schreibe ich gern ein weiteres Mal, ein weiterer Wickel. Der sich dann um Kopfschmerzen kümmert. Dazu komme ich bestimmt schon bald, denn laut wird es bei uns ja manchmal auch ganz gern! Ich werde jetzt zu meinem Monsieur gehen und ihn an sein Versprechen vom Lavendeltraum hier erinnern. Denn angepriesen wurde mir ja keine schwedische Erde mit Bullerbü Erinnerungen sondern die schwedische Provence. Mal sehen ob er sich daran noch erinnert:-)


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  • AutorenbildVivica

Thailand Beach! Da bin ich so gut wie jeden Morgen mit Vinnie anzufinden. Anfangs habe ich gut gelacht, dass die Südschweden ihren Lieblingsstrand so vorstellen. Monsieur geht sogar so weit, dass er von der schwedischen Provence spricht. Mit großer Sicherheit auch um mein Heimweh zu lindern:-)

Am Ende des Tages möchten wir doch einfach alle unsere Wurzeln in warme Erde stecken und genug Luft zum Atmen haben, ein wenig Wind, bitte nicht zu viel, dann wird es zur steifen Brise und ungemütlich. Was allerdings macht es uns gemütlich? Ich beantworte das für mich mit Verbindung. Habe ich die Verbindung verloren, oder gar, noch nicht gefunden, dann werde ich aktiv. Denn ich brauche Gemeinschaft als Sicherheit. Gar nicht so viel, ein Winken des schüchternen Nachbarn, eine lächelnde Mama beim zur Schule bringen, ein Nicken von Hundebesitzer zu Hundebesitzerin am Strand.

Manchmal darf es dann allerdings auch ein wenig mehr Verbindung werden. Ich habe mir letzte Woche vorgenommen ein Tauschwochenende zu organisieren. Ich biete den Raum und die Organisation und jeder darf etwas mitbringen: Essen, Getränke und gerne einen Workshop. Von Wachstüchern herstellen, bis zum Rosen schneiden und meditieren. Alles kann und darf geteilt werden. Am Abend brauche ich unbedingt ein großes Feuer. Wo alle Platz haben, es warm ist und wir den Tag ausklingen lassen. In unruhigen Zeiten wo es gerade überall zu brennen scheint, wo so viel unausgesprochenes ungut im Raum schwebt, da ist es besonders wichtig gemeinsam zu sein!

Wir brauchen alle mehr positive Vibes, mehr Hygge wie meine schwedischen Nachbarn sagen, mehr "lagom", genau richtig wie meine Wikinger es nennen.

Klar, Ostern ist noch lange hin, Verbindung ist doch auch Vorfreude, Gefühle sind die Transportstraßen und die gehen zum Glück auch per Mail. Während der Pandemie wurde das sogar in einer Studie wissenschaftlich belegt. Wenn ich auch sagen muss, so richtig in live und Farbe ist es dann schon am allerschönsten sich zu verwurzeln!


Ich habe hier einige Wurzeln von Vinnies und meinen Spaziergängen eingepflegt und bin immer wieder berührt, mit wie wenig wir doch gut leben können. Schaus Dir an und schreib mir doch Deine Gedanken dazu. Nach Ostern berichte ich dann vom Stockbrot, vom ausgelassen am Feuer sitzen und was uns noch so alles gemeinsam bewegt hat!

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  • AutorenbildVivica

S-E-X. So flüstern mein Seepferdchen und das Äffchen wenn es um die Liebe geht. Ich gehe zuhause einen schmalen Grat von Ehrlichkeit und Peinlichkeit und Platz lassen für eigenes.

In meiner Familie war das damals -für meinen Geschmack- zu ehrlich. Zu faktisch und das fand ich auf der einen Seite peinlich und auf der anderen fehlte mir das magische am Liebe machen. Oder am darüber reden. Und genauso wie auch bei mir in meiner Kindheit kommen meine Kinder mit den kuriosesten Ideen zum Thema Sex. Schulhofwissen nenne ich es jetzt mal. Das kennen wir sicher alle!


Was mich aber immer wieder überrascht ist der eigene Umgang zu einer so wundervollen Sache im Leben. Gerade weil wir so verletzlich wie nie sonst in den Lebensdingen sind, reden wir viel zu wenig. Lassen vielleicht an mancher Stelle noch nicht mal gedachte Gedanken so richtig zu. Bei einem Workshop über sexuelle Gewalt in der Schule meiner Kinder wurde dann gefragt was wir den im Gespräch mit Sex, Liebe machen und sexueller Erfahrungen erlebt haben. Da sitze ich ja nicht mit meiner besten Freundin auf dem Sofa, sondern mit anderen Müttern. Ich fragte mich zeitweise, wie schwer oder leicht wäre es für mich nun mit einem anderen Vater gewesen?


Alles gar nicht so easy und dann möchte ich relaxt nachhause gehen und behaupten, dass ich meine Kinder unterstützen kann und mag?

Ich habe mir in EVERYBODY inspirationen geholt. Und genauso wie mich die Schwedinnen inspirieren die sich in jedes enge Kleid begeistert hineinstürzen egal welche Figur sie haben, so hat mich auch dieses Buch berührt. Mal sanft und mal recht hart und dann wieder mit Fragezeichen und auch Ausrufezeichen habe ich gefühlt! Kein Buch für Kinder, allerdings eine hervorragende Vorbereitung für uns selbst, wenn es darum geht mit Kindern auf die Suche zu gehen eine Weg zu finden übers Liebe machen zu sprechen


Unbedingt lesenswert finde ich auch "Ein anderer Blick". Nie werde ich vergessen wir die Au Pair Freundin unseres Au Pairs mir erzählte, dass sie einen jungen Mann besucht hatte und dann waren wir eben schon so halb dabei. Ich fühlte mich überhaupt nicht nach Sex und wollte aber auch keine Spielverderberin sein....Autsch! Das hat mich komplett gerissen. Ich würde mir das weder für mich, noch für meine Kinder, oder sonstjemanden wünschen. Im richtigen Moment, auch wenn es so mittendrin ist, aufzuhören kostet Mut. Ich hatte den mal und bin glücklich diese Situation mitgemacht zu haben.

Denn Selbstbestimmung ist für unsere Resilienz unser inneres Ich so enorm wichtig!

Also her mit dem französische Comic!

Ich bin gespannt wie Du das erlebst und was Dich inspiriert!

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